Natürliches Deo – Wirksam ohne Aluminium

Wieso auf natürliches Deo umsteigen?

Überall liest und hört man es. Das böse Aluminium. Ja es ist wirklich böse. Es wird mit Krebs, vor allem Brustkrebs, in Verbindung gebracht. Es gelangt durch die Haut und richtet dort seinen Schaden an. Um die Achseln und den Brustbereich liegen wahnsinnig viele Lymphknoten. Das Lymphsystem ist wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Es nimmt Schadstoffe auf und kann diese Fremdstoffe, Krankheitserreger, sowie Krebszellen unschädlich machen. Ist unser Immunsystem sehr damit beschäftigt gegen Erreger etc. anzukämpfen wirkt sich das auf das Lymphsystem aus. Die Lymphknoten schwellen an. Ein eindeutiges Indiz für eine Schwächung bzw. Erkrankung. Jeder Lymphknoten ist für ein bestimmtes Organ zuständig. Vielleicht ist deine Neugier auf natürliches Deo hiermit schon gestiegen, falls nicht wird dich Folgendes überzeugen=)

Es gibt mittlerweile immer mehr Deodorants ohne Aluminium. Sie werden meist als natürliches Deo vermarktet. Dadurch dass das Thema in den Medien momentan recht präsent ist, werben viele Hersteller damit keine Aluminiumsalze zu verwenden. Aber nicht nur Aluminum ist schädlich. Eine große Palette an weiteren Chemikalien befinden sich in Deos.

Parabene werden meist als Konservierungsmittel eingesetzt. Sie wirken wie Hormone im Körper und gleichen dem Östrogen. Sie sammeln sich im Körper an, bringen den Hormonhaushalt durcheinander und unterstützen das Wachstum von Krebszellen.

Emulgatoren und andere Weichmacher sorgen dafür, dass die Haut durchlässiger wird. Der ganze Mist kann dadurch noch einfacher in den Körper gelangen.

Alkohole, Parfum und und und…

Schweißporen einfach verkleinern?

Und dann gibt es noch die Antitranspirants. Sie sorgen im Gegensatz zu Deodorants nicht nur dafür, dass es gut riecht. Sie reduzieren auch enorm den Schweißabfluss, indem sie die Schweißporen verkleinern. Dies wird vor allem durch Aluminiumchlorid sichergestellt. Es verengt die Schweißporen und der Schweiß kann nicht abfließen.

Früher hatte ich teilweise auch einen Antitranspirant benutzt. Vor allem zum Feiern und auf Festivals. Es ist echt krass. Du bist tagelang staubtrocken unter den Achseln und riechen tut auch nichts. Jedoch merkte ich schnell, dass es nach mehrmaliger Anwendung hintereinander meine Haut enorm reizte und zerstörte. Und jeder weiß wie nervig und schmerzhaft es ist, wenn die Achselhaut hinüber ist.

Auch noch ein interessanter Punkt ist, dass die dauerhaften gelblichen Schweißflecken und -ränder auf vor allem weißer Kleidung nicht durch unseren Schweiß, sondern durch dessen Verbindung mit Aluminium entstehen.

Aller höchste Eisenbahn natürliches Deo, besser noch, dein selbsthergestelltes Deo zu verwenden!

Der böse Schweiß

Ich schwitze mehr als die meisten Leute. Egal ob Winter oder Sommer, warm oder kalt. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden. Es hat schließlich seine Funktion. Abkühlung des Körpers. Jedoch ist die Schweißproduktion stark hormonabhängig, vor allem deren Geruch. So besteht die Schweißabgabe aus 99% Wasser und 1% Stoffwechselabfallprodukten. Dies geschieht durch zwei verschiedene Arten von Drüsen. Letztere arbeitet verstärkt bei Angst, Scham und Erregung. Das erklärt warum Angstschweiß unangenehm riecht. Aber es ist nicht das Stoffwechselprodukt selbst, welches schlecht riecht. Die Bakterien die sich unter unseren Achseln ansiedeln, was durch feucht-warmes Milieu verstärkt wird, zersetzen diese Produkte. Dadurch kommt es erst zum Geruch. Da wir heutzutage immer mehr Schwachsinn zu uns nehmen und uns umgibt wird es auch nicht besser. Es will niemand hören, aber so ist es nunmal. Und zugleich ist das ganze Schwitzen ein hässliches Thema in unserer Gesellschaft, über das man nicht reden will. So what.

Seit gut 3 Monaten benutze ich ein natürliches Cremedeo, welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Es ist gut, aber ich habe nach einer fettfreien Alternative gesucht, die in der Handhabung und auf Reisen einfacher umzusetzen ist. Durch Sheabutter und Kokosöl sind die Finger nach dem Auftragen recht fettig. Dadurch habe ich manchmal das Gefühl, dass das Deo beim Duschen nicht so einfach von den Achseln zu entfernen ist. Es fühlt sich so an als würde Geruch und somit Bakterien „kleben“ bleiben. Mein Ziel war es ein Roll-on-Deodorant herzustellen, welches einfach unterwegs mitzunehmen ist und nicht bei höheren Temperaturen zer- bzw ausläuft.


Zutaten für einen 50ml Behälter:

  • 100ml Wasser
  • 1-2 TL Stärke (ich habe Maisstärke verwendet, ihr könnt aber z.b. auch Tapioka- oder Pfeilwurzelstärke verwenden)
  • 2 TL Natron
  • 2 Tropfen pflegendes Öl (zb. Arganöl)
  • ätherische Öle

Die Stärke absorbiert Flüssigkeit. Natron wirkt antibakteriell, in dem es den pH-Wert senkt, dadurch Bakterienansiedlung verhindert und geruchsneutralisierend wirkt. Verwende am besten feines Natron, z.b. Backnatron. Gröberes Natron, z.b. Kaisernatron löst sich schwer und verstopft den Deoroller. Mittlerweile gebe ich etwas Arganöl hinzu, das die Haut pflegt, da Natron auf Dauer die Haut reizen kann. Ätherische Öle könnt ihr nach Belieben hinzugeben. Sie erfüllen nicht nur eine Duftfunktion, sie können auch die Schweiß- und Geruchsbildung beeinflussen. Diese habe ich verwendet:

5 Tropfen Salbei: stark antikbakteriell, antifungal, antitranspirant

5 Tropfen Teebaum: stark antiviral antibakteriell und antifungal,

5 Tropfen Lavendel: antiviral, antibakteriell, antifungal, beruhigend, zellerneuernd

Weitere ätherische Öle, die die Funktion eines Deodorants unterstützen können:

Zitrone, Rosmarin, Weihrauch

 

Zubereitung:

Erwärme die Stärke und das Wasser in einem Topf. Rühre die ganze Zeit fleißig, dass keine Klumpen entstehen. Sobald es einmal aufgekocht hat, nimm die Mischung sofort vom Herd. Wenn das Gemisch abgekühlt ist gib das Natron hinzu. Wichtig ist, dass man das Natron nicht mit erhitzt, da es ab 50°C zur Lauge wird, was schlecht für die Haut ist. Zum Schluss gebt ihr das Arganöl und die ätherischen Öle hinzu.

Tipp: Falls sich doch Klümpchen bilden sollten einmal kurz den Stabmixer rausholen.

Am besten ihr recycelt einen alten Deoroller. Ihr könnt euch auch online einen bestellen oder ihr füllt es in ein Gefäß, z.b. ein kleines Glas, und benutzt saubere Finger zum Auftragen.

 


Umstellung auf natürliches Deo:

Mit Naturdeodorants ist es etwas schwierig. Nicht jedes Produkt hilft bei jedem, dadurch haben sie einen schlechten Ruf. Bei jedem wirken verschiedene Inhaltsstoffe. Daher geben viele schnell auf wenn es um DIY Deodorants geht. Das ist schade, da dieses Kosmetikprodukt/Hygieneartikel so großen Schaden anrichten kann. Deshalb will ich jeden ermutigen weiter zu suchen und auszuprobieren. Ich versuche mich selbst noch.

Der größte Kritikpunkt ist, dass die Deodorants versagen. Allerdings kann die Umstellungsphase von herkömmlichen auf natürliche Deos eine Zeit lang dauern, das ist bei jedem verschieden. Die alten Wirkstoffe bleiben recht lang auf und in deiner Haut. Jedoch kannst du die Achseln in dieser Zeit unterstützen und den Prozess beschleunigen, in dem du deine Achseln ein paar Tage lang mit Natron wäschst. Du kannst sie auch nach dem Waschen mit verdünntem Apfelessig befeuchten. Zudem kann eine Maske mit Heilerde entgiftend und beruhigend wirken.  Zusätzlich kannst du vermehrt grünes Blattgemüse zu dir nehmen, da dieses Schadstoffe aus dem Körper leitet, also entgiftet. Leider setzt sich das herkömmliche Deo und auch die schlechten Bakterien in der Kleidung ab. Dem kannst du entgegen wirken, in dem du deine Kleidung im Achselbereich vor der normalen Wäsche in Natron einweichst.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Einblick geben und dich davon überzeugen dein eigenes Deo herzustellen und weiter auszuprobieren, was bei dir am besten funktioniert. Ich werde noch viele weitere Rezepte ausprobieren und mit dir teilen. Falls du Tipps, Anregungen oder Wünsche hast lass es mich in den Kommentaren wissen =)

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